Zimt
Welches Gewürz passt besser zu dieser Jahreszeit und den winterlichen Temperaturen?
Zimt zählt zu den ältesten Handelsartikeln der Menschheit. In den großen Epochen der Kulturgeschichte war er jedoch nur den Mächtigen und Reichen vorbehalten. Um ihn noch begehrenswerter zu machen, erfanden geschäftstüchtige Händler einst die geheimnisvollen Geschichten: So soll im Reich der Königin von Saba mit Zimtstangen eingeheizt worden sein, um sich an dem Rauch zu berauschen. Wenn man heute an den verlockenden Duft zur Weihnachtszeit denkt, mag man dieser Geschichte schon fast Glauben schenken.
Es gibt zwei verschiedene bekannte Zimtarten, deren Qualitätsunterschied nicht unerheblich ist.
Den echten Zimt, auch Ceylon Zimt genannt und den China- oder Kassia-Zimt. Im 15. Jahrhundert war Zimt einst so wertvoll, dass man auf den Märkten Arabiens Eunuchen und weibliche Sklaven gegen Zimtstangen eintauschte. Auch wenn Zimt noch heute ein kostbares und edles Gewürz ist, so kann man bzw. Frau froh sein, dass heute diese Art von Handel nicht mehr betrieben wird.
Qualität und Inhaltsstoffe
Zimt ist in fingerdicken Stangen und als Pulver erhältlich. Er wird aus den Rinden junger Zweige des Zimtbaums gewonnen. Die Rinden werden geschält, getrocknet und dann gerollt oder pulverisiert. Der Zimtbaum ist ein Lorbeergewächs; ursprünglich stammt er aus den Tropen Asiens und kommt dort heute in verschiedenen Arten vor. Ceylon Zimt ist an zwei Merkmalen zu erkennen: Die Stangen bestehen aus dicht gewickelten Rollen dünner getrockneter Rinden; ihr Aroma ist würzig, warm und angenehm süß. Genauso duftet das daraus gewonnene Pulver. Das ätherische Öl des Ceylon Zimtes enthält neben dem Duftstoff Zimtaldehyd unter anderem auch Eugenol, jenem Duft- und Geschmacksstoff, der für die Gewürznelken charakteristisch ist. Der chinesische Kassia Zimt enthält dieses Eugenol nicht. Er enthält dafür aber einen höheren Anteil an Zimtaldehyd und Gerbstoffe, die ihn einen leicht bitteren Einschlag geben. Seine Stangen sind dicker und weniger dicht gerollt als die des Ceylons. Geruch und Geschmack werden als eher dumpf und weniger vielschichtig empfunden. Kassia findet man häufig als Würze in Fertigprodukten.
Verwendung in der Küche
Zimt ist bei uns das Weihnachtsgewürz schlechthin. Von Bratapfel über Glühwein bis hin zum Zimtparfait verleiht es unseren Adventsräumen ihre festliche zartbittere Note. Bei uns ist die ganze Zimtseeligkeit meist im Januar/Februar wieder vorbei. Ganz anderes aber in China, Indien oder im Orient. Dort gönnt man sich Zimt das ganze Jahr über den großen Auftritt in der Küche. Dabei ist es ganz egal ob es sich um süße oder salzige Speisen handelt.
Gesundheitsfördernde Wirkung
Je nach Sorte enthält Zimt ätherische Öle und Gerbstoffe in den unterschiedlichsten Zusammensetzungen. Die Wirksamkeit seiner Substanzen hängt also von der Qualität der Sorte ab. In der Aromatherapie gilt Zimtrindenöl des Ceylon Zimts als das am stärksten antibakteriell wirksame Öl. Bei Grippe und Bronchitis weist es sogar antivirale Wirkungen auf. Darüber hinaus wirkt es antimykotisch (Wirksam gegen Pilze) sowie förderlich für die Verdauungsenzyme. Außerdem enthält Zimt Stoffe, die den Blutzucker und den Blutfettspiegel senken.
Hier ein leckeres winterliches Rezept mit der Zutat der Woche:
Vollkorn-Zimtschnecken
Zutaten für 25 Stück
Teig:
- 1/4 l fettarme Milch (laktosefreie Milch; milchfreie Alternative: Reis-,Mandel-, Soja- oder Hafermilch)
- 1 Würfel frische Hefe (42 g)
- 3 EL Honig oder Rohrohrzucker (bei Fruktoseintoleranz FI alternativ Reissirup)
- 350 g Dinkelvollkornmehl (bei Verdauungsstörungen oder FI Dinkelmehl Typ 630; glutenfreie Variante noch in Testung)
- 1 Prise Salz
- 60 g weiche Butter (laktosefreie Butter; milchfreie Alternative: Margarine ohne milcheiweiss)
- 1 Ei
- Mehl zum Ausrollen
Füllung:
- 3 EL geschmolzene Butter (laktosefreie Butter; milchfreie Alternative: Margarine ohne milcheiweiss)
- 60 g Rohrohrzucker (bei FI geschmolzenes Fett mit Reissirup vermengen und auf die Teigplatten streichen; Zimt im Anschluss darüber)
- 2 TL gemahlener Zimt
- 1 Ei
Zubereitung
Für den Teig: Milch leicht erwärmen, die Hefe hineinbröckeln, 1 TL Honig und 1 EL Mehl dazugeben und alles gut verrühren. Abgedeckt an einem warmen Ort etwa 10-15 Minuten gehen lassen, bis die Mischung blasig ist. Den Vorteig, restliches Mehl, Honig, Salz, Butter und Ei in eine große Schüssel geben und alles mit den Knethaken des Handrührers verkneten, bis sich der Teig von der Schüsselwand löst. Teig abgedeckt mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen, bis sich das Volumen deutlich vergrößert hat. Dann noch einmal mit den Händen durchkneten und auf wenig Mehl zu einer etwa 50 x 35 cm großen Teigplatte ausrollen.
Für die Füllung: Hefeteigplatte mit geschmolzener Butter bestreichen.(bei FI geschmolzenes Fett mit Reissirup vermengen und auf die Teigplatten streichen; Zimt im Anschluss darüber) 50 g Zucker und Zimt mischen und auf den Teig streuen. Hefeteig aufrollen und in etwa 2 cm dicke Scheiben schneiden. Teigschnecken auf mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen. Schnecken nochmals 20-30 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Backofen auf 220 Grad, Umluft 200 Grad, Gas Stufe 5 vorheizen. Das Ei mit einer Gabel verschlagen und die Zimtschnecken damit bestreichen. Restlichen Zucker darüber streuen. Auf der mittleren Einschubleiste etwa 5-8 Minuten backen.
Gutes Gelingen!

für Ihren
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Hallo Kathi,
habe gerade Deine Seite angesehen! Finde sie echt super! Hoffe und wünsche viel Erfolg mit Deinem Bauchgefühl!
liebe Grüße Kerstin