Tarte Tatin Form der Firma Emile Henry für den Online Shop Torquato getestet
Vor einiger Zeit hat mich die Firma Torquato gefragt, ob ich für sie Produkte, welche sie in ihrem Onlineshop anbieten, testen möchte.
Da ich gerne in der Küche herum experimentiere, neues ausprobiere und mit neuen Geräten/Formen arbeite, habe ich natürlich “Ja” gesagt. Zudem ist Torquato keine Firma die nur einen bestimmten Hersteller im Sortiment hat und ich somit nicht Hersteller spezifisch werbe, sondern lediglich über Produkte verschiedener Hersteller ein Urteil abgeben. Dieses kann positiv oder auch weniger positiv ausfallen. Ehrlichkeit schreibe ich sehr groß! :-)
Also kam vor ein paar Tagen ein großes Paket bei mir zu Hause an. Mit der freundlichen Frage “Bin ich gut bei Ihnen angekommen?”. Ja lieber Inhalt, das bist du. :-)
Nun packte ich freudig mein Paket aus. Mein erster Produkttest war die Tarte Tatin Form der Firma Emile Henry.
Hierbei handelt es sich um eine zweiteilige emaillierte Keramikform für, wie schon der Name sagt, Tarte Tatin.
Neben einem Produktheft “Tarte Tatin Booklet”, in dem die verschiedensten Produkte der Firma Emile Henry vorgestellt werden, lag ein Rezept für die Original Tarte Tatin als Kopie bei. Das Booklet ist leider nicht in deutsch und somit muss man mit den Sprachen englisch und französisch vorlieb nehmen. Englisch dürfte ja bei den meisten kein Problem sein.
Nun zum Produkt selbst:
Die Form ist extrem hitzebeständig. Für die Tarte lässt sich also problemlos der Zuckers direkt in der Form auf dem Herd karamellisieren. Torquato schreibt hier ausgenommen sind Induktionsherde, laut Hersteller auf dem Produkt gilt das aber generell für Herdplatten. Was da nun wahr ist muss ich noch erfragen. Ich jedenfalls habe glücklicherweise einen Gasherd. ;-)
Das anschließende Backen im Ofen in der selbigen Form hat den Vorteil, dass man, keine weiteren Töpfe/Pfannen benutzen muss.
Die Servierplatte, auf diese die Tarte nach dem Backen gestürzt wird, ist schnittfest und ebenfalls hitzebeständig.
Die Maße der Form sind Ø 30 cm, Höhe 5 cm mit einem Fassungsvermögen von 2,3 Liter. Die fertige Tarte eignet sich für 6-8 Portionen bei Süßspeisen in meiner herzhaften Variante ergab es 4 Portionen zum statt werden.
Da stand Sie nun ausgepackt auf meinem Herd, vorher natürlich nochmal gründlich abgespült. :-)
“Was stell ich nun damit an”, dachte ich. Ich wollte auf jedenfall nicht das Standartrezept der Tarte Tatin machen. Typischerweise werden dazu Apfelspalten in der Pfanne karamellisiert und anschließend mit einem Mürbeteig abgedeckt. Dieser Kuchen wird dann nach dem backen im Ofen gestürzt, sodass die Äpfel nun schön karamellisiert oben und der Teig unten ist.
Es war Abend, also keine Kuchenzeit. Was herzhaftes musste her, Tomaten waren zu Hause, also mache ich doch etwas mit Tomaten.
Ja eine Tomaten-Oliven Tarte Tatin sollte es werden. Das genaue Rezept findet ihr im Blog unter vegane Rezepte.
Zum Karamelisieren des Zuckers, in meinem Fall Agavendicksaft, die Pfannenform langsam erhitzen, nicht auf eine bereits aufgeheizte Platte stellen. Dies stand ebenso als Warnhinweis auf der Form.
Vorab sollte ein Mürbeteig hergestellt werden. Dieser wird ausgerollt, etwas größer als die Form und dann vorsichtig auf die bereits karamellisierten Tomaten gelegt. Das Ganze gestaltete sich nicht so einfach wie man das immer auf Fotos sieht. Lag es daran, dass mein Teig zur Hälfte aus Vollkorn bestand und er nicht ganz so geschmeidig wie die “Nicht-Vollkorn”- Variante war. Ich vermute das mal. :-)
Praktisch war es allemal, dass ich nun die selbige Form, samt Tomaten und Teig, nur noch in den Ofen schieben musste.
35 Minuten später nahm ich das bereits lecker duftende Abendessen heraus und stellte es erstmal auf einem Holzbrett ab. (Achtung sehr heiss!)
Jetzt kommt der zweite Teil der Form, die Servierplatte, zum Einsatz. Mit Topflappen die Platte auf die Pfanne legen und mit Schwung umdrehen und stürzen.
Ich vermute mal, dass das was nun im Folgenden passiert ist mit der Apfelvariante nicht passiert wäre. Da die Tomaten deutlich mehr Flüssigkeit abgegeben haben, war diese natürlich mit in der Pfanne und beim Stürzen ging diese den Weg nach außen auf die Arbeitsfläche. ;-) Das war nicht weiter tragisch, wollte es aber erwähnt haben. Es kann also bei nicht originalen Tarte Rezepten zum gerade erwähnten Flüssigkeitsfauxpas kommen. :-)
Wie man sehen kann hat aber alles super geklappt und meine wunderbar knusprige Tarte konnte sich sehen lassen.
Mein Fazit zu der Form:
- Das emaillierte Keramik leitet die Wärme perfekt und vor allem gleichmäßig. Dadurch ist die Tarte wunderbar goldbraun von allen Seiten.
- Die Form ist schwer und robust. Das wirkt auf mich sehr hochwertig.
- Durch die Emaillierung ist das Produkt zudem richtig Allergiker freundlich, d.h. für Nickelallergiker bestens geeignet.
- Die glatten Oberflächen machen die Reinigung einfach. Ist aber auch Spülmaschinen geeignet.
- Das Stürzen kann bei Tarte Tatin mit saftigeren Inhalt (z.B. Tomaten) leicht problematisch sein, da die Tarte beim Stürzen nicht ganz dicht ist und der Gemüsesaft austreten kann. Kann also eine kleine bis mittlere “Schweinerei” ergeben. Ein Nachteil?
- Für Menschen mit (Induktions)Herd nicht geeignet, kann dann jedoch als Ofenform, auf dem Grill oder in der Mikrowelle verwendet werden. (siehe Booklet) Diesen Punkt sehe ich als stark nachteilig, aber nicht anders machbar.
- Durch die hochwertig verarbeitete Keramik (Handarbeit) hält das Essen länger warm, wie in üblichen Pfannen oder Töpfen.
- Ebenso wird die Hitze langsam und nach und nach ans Produkt abgegeben, was Lebensmittel und Vitaminschonender ist.
- Der Preis ist nicht gerade ohne, aber für Qualität muss man bekanntlich öfters etwas tiefer in die Tasche greifen wie für Industrie- und Massenproduktionen. Auch ist mir dadurch klar, dass diese Form nicht für jeden erschwinglich ist.
- Preis-Leistung und Qualität passen in meinen Augen für dieses französische Produkt aber.
Zur Homepage von Torquato geht es hier, oder gleich direkt zum Produkt hierlang. :-)

für Ihren
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